Stahlstadtmuseum Ternitz

Heavy Metal

Gegenüber liegen die Fabrikszufahrt und das Bürogebäude der ehemaligen Stahlwerke, dahinter brausen die Züge der Südbahn vorbei und einige Schritte weiter erhebt sich das Wahrzeichen der Stadt, der 75 Meter hohe Schornstein eines alten Dampfkraftwerks. Mitten in diesem idealtypischen Industrieensemble liegt das Stahlstadtmuseum. Es erzählt von einer Stadt, die es ohne Stahl nicht gäbe und die noch um 1850 etwa 50 Einwohner zählte. Heute sind es 16.000 Personen.

Begonnen hat der Aufstieg von Ternitz als der Großhändler Alexander von Schoeller hier 1862 ein Walzwerk erwarb und zu einem der bedeutendsten Stahlwerke der Monarchie ausbaute. Um 1910 wurden in Ternitz die ersten Gegenstände aus rostfreiem Chrom-Nickel-Stahl hergestellt. Mit dem Unternehmen wuchs auch der Ort und wurde zum Mittelpunkt der Region.

In den 1960er Jahren gab es sogar Pläne – ähnlich dem deutschen Wuppertal – Neunkirchen, Ternitz und Gloggnitz zur Stadt Schwarzatal zu vereinigen. Doch Uneinigkeiten der Gemeinden und nicht zuletzt der allmähliche Niedergang der Stahlindustrie vereitelten das Vorhaben. 1986 wurde das Stahlwerk geschlossen und die Stadt mehr oder weniger sich selbst überlassen.

Wie Ternitz mit dieser Herausforderung zu Recht kommt, zeigt es am Beispiel seines ambitionierten Museums, das sich auch als Besucherzentrum für zeitgenössische und historische Industriebetriebe in der Umgebung versteht.

Werkstraße 1
A – 2630 Ternitz
Tel: 02630 / 20486, 02630 / 38240 – 51
office@stahlstadtmuseum-ternitz.at
stahlstadtmuseum-ternitz.at

Öffnungszeiten:
ab Mai bis Ende August
jeden Samstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Preise:
Freie Spende