krupp stadt museum Berndorf

Stadtkultur & Tafelkultur

Hätte man vor 100 Jahren den Begriff Corporate Design gekannt, Berndorf wäre weltweit dessen Mekka gewesen: Ein Musterbeispiel dafür, wie man vom Silberbesteck bis zur Stadtkirche alles einem gestalterischen Geist unterwerfen kann. Im Stadtmuseum wird gezeigt, wie Tafelkultur und Stadtkultur zusammenhängen.

Begonnen hatte die Geschichte ganz gewöhnlich: Ein wohlhabender Financier und ein Unternehmersohn mit einer guten Geschäftsidee taten sich 1843 zusammen: Alexander Schoeller und Hermann Krupp. Gemeinsam gründeten sie die Berndorfer Metallwarenfabrik, um dort kostengünstige Bestecke herzustellen. Was bisher nur dem Adel vorbehalten war, sollte bürgerlicher Standard werden. Krupps Löffelwalze sorgte für die Serienfertigung, Graveure bearbeiteten die fertigen Werkstücke und Heimarbeiter polierten das Besteck.

Erfolgreich war das Unternehmen aber auch mit rostfreiem Nickelgeschirr, das weltweit in Hotelküchen und Passagierschiffen eingesetzt wurde. Gleichzeitig ging der junge Arthur Krupp daran, in Berndorf eine Vision zu verwirklichen: Eine Idealstadt sollte entstehen, die alles hat, was eine Stadt braucht. Nur eben schöner. Schulen, Kirchen, Arbeiterhäuser, Lebensmittelfabriken, Schlachthöfe, Bäder, Gärten und schließlich ein eigenes Theater machen bis heute das einzigartige städtische Gesamtkunstwerk aus.

Museumskoordinatorin:
Susanne Schmieder-Haslinger
Bahnhofstraße 4
A – 2560 Berndorf
Tel 0676/84 822 53 82
kruppstadtmuseum@berndorf.gv.at
kruppstadt-Berndorf.at

Öffnungszeiten:
Do   09.00 – 12.00 Uhr
Fr    16.00 – 20.00 Uhr
Sa + So & Feiertage   11.00 – 18.00 Uhr
jederzeit gegen Voranmeldung

Preise:
Erwachsene  €  5,00
SchülerInnen, StudentInnen  €  3,50
SeniorInnen und Gruppen p.P.  €  3,50
Familienkarte (2 Erw./Kinder)  € 11,00
Kinder unter 6 Jahre  gratis