TOD IM SCHACHT:

Die Grubenopfer von Enzenreith

Permanent zog Luft durch das Bergwerk, die immer wieder neue Flözbrände auslöste. Bergleute hatten nach der Schicht oft stundenlange Hustenanfälle. Kohlenmonoxidvergiftungen waren an der Tagesordnung. Dazu herrschten in der Grube Temperaturen von über 40° C. Im Juni 1924 kam es zur Katastrophe. Aus einer Grube trat Methangas aus. Weil man den Rauch für ungefährlich hielt, gab der Schichtmeister Befehl weiterzuarbeiten. Erst als ihm ständig schwer atmende Kumpeln begegneten, die von bewußtlosen Kollegen berichteten, kamen ihm Bedenken. Noch drei Stunden bließ ein Kompressor das tödliche Gas in die Stollen. 29 Bergleute kamen dabei um. Die eigentliche Ursache dafür war eine der Direktion längst bekannte gefährdete Luftleitung. Da man die Kohleförderung hätte unterbrechen müssen, wurde eine notwendige Luftumleitung immer wieder hinausgeschoben.